 |
 |
 |
Pressetext
|
INSTITUT FÜR TIROLER MUSIKFORSCHUNG INNSBRUCK AKADEMISCHER MUSIKVEREIN FÜR TIROL ZVR ZL. 122.602-951 Vorstand Prof. h.c. Dr. Manfred Schneider
Rumer Str. 51d, A-6063 Innsbruck / Post Rum Tel. und Fax +43 / (0)512 / 263 419
e-mail: itmf.ms@musikland-tirol.at www.musikland-tirol.at
Einladung zur CD-Präsentation bei Kultur-Landesrätin Mag. Dr. Beate Palfrader Innsbruck, Landhaus (Eduard-Wallnöfer-Platz), 2. Stock Innsbruck, 1. Dezember 2008, 13. 30 Uhr
|
|
|
|
Präsentation der CD Josef Pembaur (1848-1923) Orchesterwerke (Klingende Kostbarkeiten aus Tirol 54)
Frühlingsouvertüre – Konzert für Violoncello & Orchester – Symphonie In Tirol
Livemitschnitt der Konzerte Festkonzert „In Tirol“ vom 12./13. Juli 2008 in der Basilika Stift Stams
Tim Ströble, Violoncello - Orchester der Akademie St. Blasius - Dirigent: Karlheinz Siessl |
|
|
|
Idee, Gestaltung und Produktion: Manfred Schneider Tontechnik: Peter Golser Schnitt: Christl Hornstein und Manfred Schneider Abb. / Cover: Gustav Klimt, Porträt Josef Pembaur, 1890 (TLMF)
Edition: Institut für Tiroler Musikforschung Innsbruck 2008
|
|
|
Überragende Künstlerpersönlichkeit Josef Pembaur ist eine der großen Künstlerpersönlichkeiten der Tiroler Kulturgeschichte. Wie kaum ein anderer Musiker hat er das Innsbrucker Musikleben über Jahrzehnte geprägt. In seiner Heimatstadt wurde er schon in jungen Jahren Musikdirektor, die wohl erste Stelle, die ein Musiker in Tirol erreichen konnte. Zudem war er als Komponist hier führend. Seine Ausbildung hatte er bei berühmten Lehrern erhalten, so bei Anton Bruckner in Wien und Josef Rheinberger in München.
|
|
|
Ersteinspielung seiner orchestralen Meisterwerke Auf seine außergewöhnliche Bedeutung als Komponist verweisen die hier erstmals auf Tonträger dokumentierten Orchesterwerke Frühlingsouvertüre, Innsbruck um 1880 Konzert für Violoncello und Orchester, Innsbruck um 1910 Symphonie In Tirol, Innsbruck 1884. Die Frühlingsouvertüre ist die erste Orchesterkomposition Pembaurs in großer Besetzung. Sie repräsentiert ein brillantes, äußerst eindrucksvolles und virtuoses Bravourstück, mit dem der junge, gerade eben ernannte Musikdirektor seine in Wien und München erworbene Meisterschaft effektvoll demonstrierte.
|
|
|
Pembaurs großartiges Hauptwerk, seine Symphonie In Tirol, ist nun erstmals auf CD dokumentiert Mit dieser imposanten Komposition schuf Pembaur einen der Meilensteine in der Tiroler Kulturgeschichte. Dieses groß besetzte Orchesterwerk ist trotz der programmatischen Satztitel (1. Morgen. Aufstieg ins Gebirge – 2. Idylle – 3. Spiel und Tanz im Dorfe – 4. Fröhliche Heimkehr) nicht eine vordergründige Illustrationsmusik, sondern eine überaus kunstvolle, dichte Komposition. Sie stellt den Prozess musikimmanenter Entwicklung über die rein programmatische Komponente. Die illustrativen Satztitel sind nur Ausgangspunkt einer Grundstimmung. Der formale Ablauf ist der großen symphonischen Tradition verpflichtet. Auf die programmatische Idee verweist hingegen die Parodie und Übernahme Tiroler Volkstänze und Volkslieder, z.B. des bekannten Nationalsänger-Lieds Auf der Kappleralm im 3. Satz der Symphonie.
|
|
|
Welturaufführung von Pembaurs brillantem Cellokonzert Intention und Geschichte der Entstehung von Pembaurs Cellokonzert bleiben ein Geheimnis. Dieses herausragende Werk seiner Gattung, das die Qualität hat, in das internationale Standardrepertoire aufgenommen zu werden, ist in keiner der vielen Aufführungsberichte zu Werken Pembaurs erwähnt. Dies ist umso mehr bemerkenswert, da dieses Konzert gewiss den Höhepunkt im Schaffen des Innsbrucker Meisters repräsentiert. Alle Details wirkungsvoller orchestraler Klangfarben der Spätromantik verbinden sich mit vollendeter kompositorischer Satzkunst und dem Kontrast von leidenschaftlicher und inniger Thematik. Das Cellokonzert ist so ein abgeklärtes Werk der Reifezeit von eindringlicher und nachhaltiger Wirkung.
|
|
|
Pembaurs pädagogisches Engagement Pembaur war ein großartiger Organisator, der mit Geschick und Können der Schule des Innsbrucker Musikvereins zum Aufstieg verhalf, sowie in unermüdlicher Überzeugungsarbeit dafür sorgte, dass die Institution mit dem Musikvereinsgebäude, in dem sich heute noch das Tiroler Landeskonservatorium befindet, eine würdige Arbeitsstätte mit Konzert- und Probesaal bekam. Pembaur war ein bedeutender Lehrer, Dirigent und großartiger Pianist. Im Sinne Pembaurs wollten wir bei diesem Prestigeprojekt der Dokumentation seiner wichtigsten Werke nicht ein internationales Orchester engagieren, sondern sind bewusst das Wagnis eingegangen, ein technisch schwieriges und überaus anspruchsvolles Konzert mit jungen Musikern zu realisieren, die zum überwiegenden Teil aus dem Innsbrucker Konservatorium, also aus dem Haus Pembaurs, stammen.
|
|
|
Überzeugendes Klangdokument am Fokus von Kulturarbeit Diese CD-Dokumentation ist klanglich und künstlerisch wie von ihrer Intention ein auch international beachtliches Referenzwerk. Sie trägt in vielerlei Hinsicht zum Ansehen der Tiroler Kulturtradition bei.Es wird das Werk eines wichtigen Tiroler Künstlers als vielfältig verwendbares Klangdenkmal verfügbar und damit ein wesentlicher Beitrag zur besseren Kenntnis und Anerkennung der Tiroler Kulturgeschichte geleistet. Ganz im Sinne Pembaurs und wohl auch effizienter Tiroler Kulturförderung ist es, dass begabte junge Tiroler Musiker bei diesem Projekt die Gelegenheit erhielten, gemeinsam ein innovatives Tiroler Orchester zu formen, das durch seine begeisternde Interpretation in der prachtvollen Basilika von Stift Stams den großartigen Kompositionen Pembaurs vollauf gerecht wurde. Es konnte damit auch eindrucksvoll und nachdringlich bewiesen werden, welch überaus beachtliches künstlerisches Potential in Tirol verfügbar wäre, wenn man arbeitsintensive organisatorische und mutige Kulturarbeit der Bequemlichkeit in der Zusammenarbeit mit Agenturen vorzöge MS
|
|
|
|
|
|
Institut für Tiroler Musikforschung - Alle Rechte vorbehalten |
|
Diese Seite drucken
|